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Renthendorf - Heimat der Naturforscher Brehm
"Brehms Tierleben" dieses Werk machte seinen Autor Alfred
Brehm (geb. 1829) weltbekannt und sorgte für ein neues Verständnis
seiner Leser für die vorhandene Umwelt, vor allem aber für
die Tiere. Der große Erfolg des sechsbändigen "Illustrierten
Thierlebens" (von 1863-1869 herausgegeben) führt später
zu einer von Brehm selbst besorgten, erweiterten 2. Auflage, die 10
Bände umfaßte und nun auch den Titel "Brehms Thierleben"
führte. Brehm, der 1884 mit 55 Jahren starb, hinterließ des
weiteren eine Vielzahl von Schriften und Büchern, die von seiner
brillianten Beobachtungsgabe und schriftstellerischen Meisterschaft
zeugen, die aber leider heute kaum noch im Originalwortlaut zu finden
sind.
Die Wiege Alfred Brehms stand im Pfarrhaus zu Unterrenthendorf. Hier,
in einer wald- und tierreichen Gegend, wuchs er auf, erzogen von seinem
Vater, dem "Vogelpastor" Christian Ludwig Brehm (1787-1864),
der zu den Mitbegründern der wissenschaftlichen Ornithologie in
Mitteleuropa zählt, und seiner gebildeten Mutter Bertha Brehm,
geb. Reiz, die ständig die Klassiker benutzte, um ihren Gatten
und den Kindern daraus vorzulesen und ihnen so die "Lust zu fabulieren"
nahebrachte.
Von hier aus zog Alfred Brehm auf Forschergang in die Welt, u.a. nach
Nord-Afrika, Spanien, dem Nordkap und Sibirien. Hierher zog es ihn nach
seinen beschwerlichen Reisen zur Erholung zurück, und während
seiner Tätigkeit als Direktor des Hamburger Zoos sowie des Berliner
Aquariums fand er hier die nötige Ruhe für seine schriftstellerische
Arbeit. Hier starb der "Tiervater" Alfred Brehm auch in seinem
Wohnhaus und fand auf dem nahen Friedhof in der Nähe seines Vaters
seine letzte Ruhestätte.
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